Akkusicherheit - Welche sind die richtigen Akkus für meinen Akkuträger?

26.08.2019 19:19

Akkusicherheit, Akkuaufbewahrung und die richtigen Akkus für deinen Akkuträger

Heut möchte ich über ein Thema schreiben, welches meiner Erfahrung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt - Akkusicherheit. Meiner Meinung nach allerdings eines der wichtigsten Themen, denn hierbei kann es sehr schnell "heiß" werden. 

In den 4 Jahren, in denen ich nun meinen Shop betreibe, habe ich schon so einiges mitbekommen im Umgang mit Akkus.

Ich habe Akkus gesehen, welche komplett unisoliert waren. Akkus, welche bereits Rost angesetzt haben. Akkus, die im Akkuträger mit Alufolie oder sogar Cent-Stücken "verlängert" und "überbrückt" wurden. Ja, ihr habt richtig gelesen.

"Bisher ging es immer gut", oder "Das wird doch viel zu hoch bewertet". Solche Sätze höre ich viel zu oft. Natürlich kann sowas lange Zeit gut gehen. Aber der eine Fall, in dem es dann mal nicht gut geht, genau dieser steht dann in der Bild-Zeitung.

Und da ist nun das große Problem. Ab und an hören wir in den Medien "Wieder einmal ist eine E-Zigarette explodiert". Völliger, entschuldigung, Bullshit. Denn ein normaler, geregelter Akkuträger, nach europäischen Normen zertifiziert, explodiert nicht einfach so.

Entweder wurde der korrekte Umgang mit Hochstrom-Akkus nicht beachtet, oder irgendwelche billigen China-Mods verwendet. 

Das schreibe ich, weil ich jeden Tag Neueinsteiger im Laden habe, welche verunsichert fragen "Können E-Zigaretten wirklich explodieren?".

Ich sage mal so. theoretisch kann alles explodieren, beziehungsweise ausgasen, was eine Hochstrom-Zelle beinhaltet. Wenn ich euch jetzt allerdings sage, dass in jedem Laptop, und jedem Modellflugzeug, absolut die gleichen Zellen verbaut sind, wie in einer E-Zigarette, werdet ihr vielleicht staunen. Aber so ist es.

Wichtig ist hier wirklich der richtige Umgang mit diesen Akkus. Wenn mein Laptop, im Dauerbetrieb auf dem Bett liegt, und die Lüftung sich unter oder hinter dem Laptop befindet, wird das Ding irgendwann heiß und geht, im besten Falle, einfach aus. Der Überhitzungs-Schutz greift.

Und diese Schutzmechanismen gibt es auch in geregelten E-Zigaretten. 

Nahezu in allen Fällen, in denen eine "E-Zigarette explodiert", waren entweder Mechanische Akkuträger oder Billigmodelle aus China betroffen.

Welche Akkus sind die richtigen für deinen Akkuträger?

Und hier gilt es nun zu unterscheiden, welche Akkus mein Akkuträger denn benötigt. Hast du einen geregelten Akkuträger, also einen bei dem du die Wattzahl einstellen kannst, ist das, in Bezug auf die Sicherheit, erstmal nicht so wichtig. Anders als bei mechanischen Mods, haben geregelte Akkuträger Schutzschaltungen, welche ein Ausgasen der Akkus verhindern.

Auf Amazon, Ebay und anderen Plattformen, auf denen du generell niemals E-Zigaretten und Zubehör kaufen solltest, findest du nun ganz ganz ganz tolle Angebote für Akkus.

Hier wird einem eine Kapazität von 5000 oder 6000 mAh (Milli-Ampere-Stunden) versprochen. Und ja, die Akkus haben so viel Kapazität. Aber Kapazität ist eben nicht alles. Eines der wichtigsten Merkmale sind die Ampere (A). Das ist die Kraft, mit der an den Akkus "gezogen" wird. Akkus mit 6000mAh kannst du höchstens im Modellbau oder Taschenlampen verwenden.

Nehmen wir an, du hast einen Akku mit 5000mAh und 6A. Du hast zwar eine krasse Kapazität, aber wenn du deinen Verdampfer mit 40 Watt befeuern willst, gehen die Akkus bei 75% Kapazität in die Knie und dein geregelter Mod zeigt dir an "Low Batterie". Nichts gewonnen.

Im geregelten Akkuträger ist das nicht schlimm. Der zeigt eben an "low batterie". Im mechanischen Akkuträger wird's gefährlich. Dieser hat keinerlei Schutzschaltung, und das Akku kann ausgasen. Hast du nun ein günstiges "China-Modell", vielleicht ohne Entgasungslöcher, hast du eine Rohrbombe in der Hand. Da sind wir dann wieder bei der Bild-Zeitung.

Die Wahl der richtigen Akkus ist entscheidend

Du siehst nun, es ist wichtig, welche Akkus du für deinen Akkuträger wählst. Als kleine Faustregel möchte ich dir mitgeben, dass du niemals Akkus kaufen solltest, welche mehr als 3000mAh Kapazität haben. Alles was darüber hinaus geht, hat meist weniger als 20 Ampere (A). Und dann knicken die Akkus zu schnell ein.

Solltest du dich für einen mechanischen Mod entscheiden, versuche Akkus zu nehmen, welche eine Dauerlast von mindestens 30 Ampere (A) aushalten. Die sogenannte Pulslast sollte 60 Ampere (A) nicht unterschreiten.

Und ganz egal, was für einen tollen und teuren Akkuträger du hast, sei so gut und lade deine externen Akkus immer extern in einem zertifizierten Ladegerät.

Auch auf die korrekte Aufbewahrung der Akkus solltest du achten. Bitte tu deiner Umwelt den gefallen, und verstaue deine Akkus niemals lose in der Tasche. Dort befinden sich erfahrungsgemäß meist metallische Gegenstände wie Schlüssel, Kleingeld oder anderes. Dies alles kann zu einem Kurzschluss führen. Der Fachhandel bietet hier Akkuschutzhüllen an, welche durchaus sinnvoll sind.

Ich denke, die Grundlagen sollten nun klar sein. Ich könnte noch ewig weiterschreiben und erklären, aber dann wird dieses trockene Thema hier doch zu lang. Solltest du noch weitere Fragen zu dem Thema haben, lass es mich mit einem Kommentar unter dem Beitrag wissen. Ich werde sicher antworten.

Beachte, dass alle in diesem Shop angebotenen Akkus für den Betrieb mit E-Zigaretten geeignet sind. Darauf gebe ich mein Wort.

Florian


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